Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält ständig mich wach -
Was Du dann tun musst, tu' es allein,
die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals gescheh'n,
muss unsere Freundschaft das Schwerste besteh'n.

Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein zurück!
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei -
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte, bleib bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red' mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh'.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrautes Wiehern - ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerz und von Qual.

Und gräme dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint,
es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

 

 

Haflinger Luber ®

Elke und Claus Luber

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